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Die Kirchen und Israel

Datum:

24.05.2022

Uhrzeit:

19:00 Uhr

Ort:

Die Vortragsräumlichkeiten können wechseln. Bitte beachten Sie die jeweiligen Angaben.

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Wir laden herzlich ein zum Vortrag von Volker Beck und freuen uns, dass wir uns endlich wieder vor Ort in Karlsruhe begegnen können, allerdings nicht wie gewohnt im Landratsamt, da dort bereits die Renovierungsmaßnahmen begonnen haben. Sondern im zentral gelegenen und gut erreich- baren Albert-Schweitzer-Saal. Er befindet sich beim Mühlburger Tor in Karlsruhe nördlich der Kreuzung gegenüber der Christus-Kirche.

Herr Volker Beck spricht zum Thema:

Die Kirchen und Israel

Datum: Dienstag, 24. Mai 2022

Zeit: 19:00 Uhr

Ort: Albert-Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-Straße 48a, Karlsruhe

https://www.eeb-karlsruhe.de/wegbeschreibung/ 

Anmeldung erbeten: geschaeftsstelle.difk@landratsamt-karlsruhe.de

Vom 31. August bis 08. September 2022 trifft sich die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen unter dem Motto „Christi Liebe bewegt, versöhnt und eint die Welt“ in Karlsruhe. Seit langem steht der ÖRK wegen seiner Haltung zu Israel und wegen seiner Unterstützung für die Kairos-Palästina-Bewegung, die Teil der antisemitischen BDS-Bewegung ist und die die in der nach- Shoah-Theologie überwunden geglaubte Ablösungstheologie propagiert, in der Kritik. In einer Erklärung der „Initiative gegen Judenfeindschaft im Ökumenischen Rat der Kirche“ (abrufbar auf unserer Homepage) setzten sich mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen, denen sich auch der Deutsch-Israelische Freundeskreis angeschlossen hat, mit dieser Thematik auseinander und fordern ein Ende der einseitigen, dämonisierenden Anprangerung Israels im zivilgesellschaftlichen, politischen aber auch kirchlichen Bereich.

In diesem Zusammenhang thematisiert Volker Beck in seinem Vortrag israelbezogenen Antise- mitismus, seine Tarnung als Israelkritik und die Akteure, die den jüdischen Staat dämonisieren. Israelbezogenen Antisemitismus gibt es in rechter, linker, islamischer und christlicher Ausprägung. Er geht auch dem komplizierten Verhältnis der christlichen Theologie zu jüdischer Staatlichkeit nach und bezieht dabei ein Positionspapier zu Israel-Palästina ein, das im Vorfeld der Karlsruher Versammlung von fünf Landeskirchen erarbeitet wurde. Trotz der Bemühungen es allen recht zu machen, ist es nicht unproblematisch, ergreift teilweise einseitig Partei und wird nach Meinung des Referenten der Geschichte des arabisch-israelischen Konfliktes nicht gerecht. Er fordert dringend mehr Reflektion der eigenen Geschichte, denn längst ist, wie wir nicht nur im Mai 2021 und unlängst auf deutschen Straßen beobachten konnten, Israelhass der Brandbeschleuniger des Antisemitismus.

Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Karlsruhe wird sich in weiteren Veranstaltungen mit diesem Thema auseinandersetzen und lädt dazu ein, sich auf sachlicher Basis eine Meinung zu bilden und unserer Verantwortung gerecht zu werden.

Volker Beck, geboren 1960 in Stuttgart ist verheiratet und war von 1994 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundes- tages für die Grünen und deren migrations-, innen-, menschenrechts- und religionspolitischer Sprecher sowie Vorsitzender der parteiübergreifenden deutsch- israelischen Parlamentariergruppe und Mitglied im Ältestenrat des Bundestages. Seit 2017 ist er Lehrbeauf- tragter am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum. Er hat Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik an der Uni Stuttgart studiert. 2017 erhielt er die Goldene Nadel des Kölner Lesben- und Schwulentages KLUST e.V. für sein Lebenswerk und 2015 den Leo-Baeck-Preis des Zentralrates der Juden in Deutschland in Anerkennung des Engagements für das Judentum, u.a. in der Beschneidungsdebatte, für die Entschädigung der früheren NS- Zwangsarbeiter sowie für Rentenzahlungen an Juden in Osteuropa.

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