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Erfahrungen eines Deutschen mit palästinensischen Wurzeln und israelischen Freunden

Unser Vereinsmitglied Mazen Abdalla berichtet von seinen Erfahrungen in Israel und Deutschland und seinen Vorstellungen für ein friedliches Zusammenleben hier und dort.(Bild: M. Abdalla)

Datum:

13.07.2021

Uhrzeit:

19:00 Uhr

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Erfahrungen eines Deutschen mit palästinensischen Wurzeln und israelischen Freunden

Dienstag, 13. Juli 2021

Zeit: 19:00 Uhr

Ort: Online-Vortrag (Sie erhalten nach Anmeldung einen Link)

Anmeldung: geschaeftsstelle.difk@landratsamt-karlsruhe.de

Unser Mitglied Mazen Abdalla wurde im Juli 1953 bei Tulkarem (zurzeit Palästinensisches Autonomie-Gebiet) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Kuwait. Mit 18 Jahren kam er nach Deutschland und studierte in Aachen Elektrotechnik und Informatik. Nach dem Studium arbeitete er im Raum Heidelberg / Karlsruhe als Angestellter bis er im Jahr 1991 seine Idee zur eigenen kleine Softwarefirma verwirklichte und aufbaute. Seit 2013 ist Mazen Abdalla in Rente und nutzt seither die Zeit, um zurückzuschauen auf die Wurzeln der Kindheit und bereist Israel, Palästina und Jordanien.

(Bild:Mazen Abdalla)

„Kannst du Dir vorstellen, dass in 100 Jahren das Land zwischen dem Mittelmeer und dem Jordanfluss, welches man heute Israel oder Palästina nennt, dass dieses Land dann einen anderen Namen trägt, z.B. Falafelland oder Abrahamland? Und die Leute, die dort leben Falaflis oder Abrahamis heißen und sie miteinander hebräisch und arabisch sprechen? Und deren Kinder in der Schule im Geschichtsunterricht Folgendes erzählt bekommen:

Vor langer Zeit war unser Land eine Kolonie von England und hieß Palästina und war von Palästinensern (Muslimen, Christen und Juden) bewohnt.

Einige Jahre bevor die Engländer Palästina als Kolonie erobert haben, haben jüdische Europäer die Vision gehabt, einen eigenen Staat in Palästina zu gründen und haben dies nach vielen Jahren und nach den furchtbaren Ereignissen des Holocaust in Europa auf drei Viertel der Landfläche Palästinas mit Hilfe Englands endlich geschafft. Die Engländer sind abgezogen und ein Großteil der Palästinenser ist aus dem neu errichteten Gebiet Israel geflüchtet.

Ich bin der vollen Überzeugung, dass es früher oder später dazu kommen wird, dass dieses Land eine Nation wird mit einem neuen Namen und einer neuen Flagge, so wie viele andere Nationen auf dieser Erde, die aus ehemalig verfeindeten Völkern entstanden sind.

Also über kurz oder lang werden die Israelis und die Palästinenser eine neue Nation bilden und können sogar voneinander profitieren.

Diese Überzeugung basiert auf vielen Erfahrungen, die ich in diesem Land gemacht habe durch meine Begegnungen und das Zusammenleben mit Israelis und Palästinensern.

Ich würde mich freuen über Ihren Besuch und bin gespannt auf Ihre Reaktionen, wenn Sie von meinen Erlebnissen mit den Menschen in diesem Land hören.“


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