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Lesung »Soad und das Militär«

Najem Wali, Autor des Buchs »Reise in das Herz des Feindes. Ein Iraker in Israel« liest aus seinem neuen Roman »Soad und das Militär« im Zusammenhang mit dem 10. Jahrestag des Arabischen Frühlings.

Datum:

04.05.2021

Uhrzeit:

19:00 Uhr

Ort:

Teams Meeting

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Literatur als Ausdruck und Verarbeitung enttäuschter Hoffnungen. Unter anderem darum geht es bei der Lesung des Schriftstellers Najeem Wali aus seinem neuen Roman „Soad und das Militär“. Wir laden herzlich ein zu einem weiteren interessanten Online-Vortrag:

Najem Wali

Lesung aus „Soad und das Militär“

zum 10. Jahrestag des „Arabischen Frühlings“

Dienstag, 4. Mai 2021

19 Uhr Online über Teams (den Link versendet die Geschäftsstelle)

Anmeldung: geschaeftsstelle.difk@landratsamt-karlsruhe.de

Ein Mann begegnet in Kairo scheinbar zufällig einem alten Freund, dem Amerikaner Simon Syros. Drei Jahre sind seit den Protesten auf dem Tahrir-Platz vergangen und dreizehn seit ihrer letzten Begegnung. Damals verschwand Simon spurlos aus einer Bar. Jetzt erzählt ihm der wiedergefundene Freund die Geschichte seiner großen Liebe zu Soad, einer berühmten ägyptischen Schauspielerin und Sängerin, mit der er in London bis zu ihrem Tod zusammenlebte, seiner gefährlichen Freundschaft zum Geheimdienstoffizier Sherif und seines Versuchs, Soad aus den Fängen des Militärs zu retten. Elf vollgeschriebene Hefte hat seine Geliebte zurückgelassen, als sie aus dem sechsten Stock ihres Wohnhauses in London in den Tod gestürzt war. War es der ägyptische Geheimdienst, war es Soads Depression? Hartnäckig hielt sich das Gerücht, sie habe ihre Memoiren geschrieben, in denen sie mit der Rolle des Militärs, das ihr Leben gesteuert und zerstört hat, abrechnet. Simon übergibt dem Erzähler die elf Hefte, und es wird klar, warum er nach Kairo zurückgekehrt ist: Er will Rache nehmen.

Najem Wali hat Figuren wie die Sängerin Soad oder die des Geheimdienstoffiziers Sherif, der sie seit ihrer Kindheit für seine Machenschaften erpresst, nach realen Vorbildern gezeichnet. 

Unser Referent Najem Wali wurde 1956 im irakischen Basra geboren. Als Andersdenkender wurde er inhaftiert und gefoltert. Er flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. 1988 erfolgt der Abschluss des Germanistikstudiums in Hamburg und anschließend ein Studium der spanischen Literatur an der Universität Complutense in Madrid. Er war lange Zeit Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmäßig u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine, die Neue Zürcher Zeitung, die TAZ und den Spiegel. Zuletzt FAZ vom 23.1.2021 „Wie man zum Geächteten wird“.

Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungen, aber auch Sachbücher, z.B. „Reise in das Herz des Feindes. Ein Iraker in Israel“ (2009). Im Carl Hanser Verlag erschien zuletzt sein Roman „Bagdad Marlboro“, für den er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2014 erhielt, sowie „Bagdad. Erinnerungen an eine Weltstadt“ (2015), als auch „Saras Sünde“ (2018).

2018 schrieb er zusammen mit der deutschen Schriftstellerin Sybille Lewitscharoff „Abraham trifft Ibrahim“ (Suhrkamp, Berlin, 2018).

Sein neuer Roman „Soad und das Militär“ erscheint im Mai 2021 bei Secession Verlag, Zürich.

Najem Walis Bücher sind in mehrere Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Heute lebt Wali als freier Schriftsteller und Journalist in Berlin.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail über unsere Geschäftsstelle. Der Link wird in der Regel am Tag der Veranstaltung an alle Teilnehmer versendet. Sollten Sie beim Einwählen in die Veranstaltung technische Schwierigkeiten haben, können Sie gerne unsere Geschäftsführerin, Frau Eschbach, anrufen. Sie hilft Ihnen dann dabei, so dass Sie unsere Vorträge auch genießen können. Frau Eschbach ist immer eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen telefonisch unter 0721 / 936-59 320 erreichbar. Eine frühzeitige Einwahl empfiehlt sich, damit technische Schwierigkeiten im Vorfeld ausgeräumt werden können.

(Bild: Emauela Danielewicz) 

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