Sprungziele
Inhalt

Gerhard Holler feierte seinen 90. Geburtstag

Die Stadt ist stolz auf Sie!

Gerhard Holler feierte seinen 90. Geburtstag

Zahlreiche illustre Gäste konnte 1. Vorsitzender Bernd Morlock in der Aula der Joss-Fritz-Schule begrüßen: Der Deutsch-Israelische Freundeskreis (DIFK) hatte zum Empfang für seinen Ehrenvorsitzenden Gerhard Holler geladen, der seinen 90. Geburtstag feiern konnte.

„Ich bewundere ihre Lebensleistung und besonders die gestalterische Kraft, mit der sie in verschiedenen Bereichen und Themen erfolgreich agiert haben,“ betonte Morlock bei seiner Laudatio. Die Gründung des DIFK ginge auf seine Initiative zurück. Die Vorträge im Foyer des Landratsamtes, die Gerhard Holler viele Jahre lang organisierte, seien zu einem festen Bestandteil des Angebots des Landkreises geworden. Bekannte Politiker, Botschafter, Journalisten, Künstler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens konnte Gerhard Holler für einen Vortrag gewinnen.

„Sie sind der Vater der Partnerschaft unseres Landkreises mit Sha’ar Hanegev“ begann Landrat Dr. Christoph Schnaudigel seine Würdigung. „Dass ein Landkreis in Deutschland mit 440.000 Einwohnern seit Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft mit sieben Kibbuzim und gut 4.000 Einwohnern in direkter Nachbarschaft zum Gaza-Streifen pflegt, ist ihr Verdienst. Ein aktiver Jugendaustausch, ein Erfahrungsaustausch von Fachleuten im Bereich Jugend und Soziales, im Bereich Katastrophenschutz und im Bereich Pflege belegen, dass die Partnerschaft mehr als nur Vergangenheitsbewältigung ist. „Wir dürfen die Vergangenheit nicht vergessen“, betonte der Landrat, „aber wir müssen in die Zukunft blicken.“ Und das sei mit Gerhard Holler und der Partnerschaft gelungen.

„Die Stadt ist stolz auf Sie“, fasste Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick ihre Ansprache zusammen. „Sie haben mir, frisch ins Amt gewählt, klar und deutlich erklärt, wie Sie sich das Gedenken an die ehemaligen jüdischen Mitbürger von Untergrombach und Bruchsal vorstellen, und was die Stadt Bruchsal zu tun hat.“ Die Oberbürgermeisterin erinnerte sich an beeindruckende Begegnungen mit der Ausschwitz-Überlebenden Ella Weiss und der Präsidentin der Deutschen Akademie der Künste Prof. Jeanine Meerapfel, die Gerhard Holler eingefordert und organisiert hatte.

„Sie sind das an Lebensjahren älteste Mitglied der SPD in Bruchsal, und ihre Parteizugehörigkeit umfasst inzwischen mehr als 60 Jahre.“ Ortschaftsrat Karl Mangei würdigte die Zeit von Gerhard Holler im Bruchsaler Gemeinderat und sein Engagement bei vielen Projekten auch nach seiner Pensionierung.

Das Wirken des Jubilars im DGB und in der IG Metall beschrieben der Landesvorsitzende des DGB Baden-Württemberg, Martin Kunzmann, und der ehem. Erste Bevollmächtigte der IG Metall Bruchsal Eberhard Schneider. Als Verhandlungsführer bei unzähligen Tarifverhandlungen, als Redner bei Kundgebungen und schließlich als Kontaktperson zum israelischen Gewerkschaftsbund Histradut habe sich Gerhard Holler bleibende Verdienste erworben. Der Manteltarifvertrag für Auszubildende aus den 70er Jahren gelte in den Grundzügen noch heute.

Ein humorvoller Lebenslauf von Peter Kaiser und Dankesworte von Thomas Holler, dem Sohn des Jubilars, beendeten den Empfang, den die Gruppe Shtetl Tov – Heike und Scheuer – mit Kompositionen im Klezmer-Stil und jiddischen Liedern umrahmte.

nach oben zurück